Hegeschau mit Jahreshauptversammlung 2026
Zur Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Weiden-Neustadt im Landesjagdverband Bayern (BJV) trafen sich zahlreiche Mitglieder und Gäste im „Naabtalhaus“ in Oberwildenau.
Vorsitzender Hans Dittrich freute sich, prominente Ehrengäste begrüßen zu dürfen, darunter die Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger und Alexander Flierl, die das Miteinander zwischen Jägern und Grundbesitzern lobten.
Die Jagdhornbläser der Kreisgruppen eröffneten die Versammlung.
Flierl sprach in seiner Funktion als BJV-Bezirksvorsitzender aktuelle jagdpolitische Herausforderungen wie die Reform des bayerischen
Jagdgesetzes sowie den Umgang mit Wolf, Goldschakal und Fischotter an.
In seinem Jahresrückblick hob Dittrich die gesellschaftliche Bedeutung der Jägerschaft hervor, die sich in Veranstaltungen wie der Hubertusmesse in Neustadt/WN oder
dem Jägersilvester widerspiegelte. Ein zentrales Thema der Versammlung war die geplante Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Bevor der Landesjägertag in Straubing über
eine Steigerung der Abgaben an den Landesverband entschied, beschloss die Kreisgruppe vorsorglich eine entsprechende Anhebung der eigenen Beiträge, um die
Handlungsfähigkeit des Vereins auch künftig zu sichern.
Die Berichte aus den Fachbereichen unterstrichen die vielfältige Arbeit der Jäger. Michael Singer berichtete von einer ungebrochen hohen Nachfrage nach der
Jungjägerausbildung; die Kurse seien bereits bis in das Jahr 2027 ausgebucht. Besonders erwähnenswert fand Singer den Wechsel der Prüfungszuständigkeit
vom Landwirtschaftsministerium zum Eichamt, das dem Wirtschaftsministerium unterstellt ist. Von 25 Teilnehmern bestanden 20 die
zurückliegende Jägerprüfung.
Auch die Hundeausbildung unter der Leitung von Gerhard Greim verzeichnet regen Zulauf, da die Kreisgruppe Weiden-Neustadt verstärkt
Kapazitäten für umliegende Gruppen übernimmt. Im Oktober 2025 fand die QBPO statt, 5 Hundegespanne waren gemeldet und bestanden die Prüfung.
Lebensmittelsicherheit gab Josef Schiml Entwarnung: Bei 66 Strahlenmessungen im vergangenen Jagdjahr wurde der Grenzwert nur in 2 Fällen überschritten.
Über das jagdliche Brauchtum informierten die Leiter der beiden Bläsergruppen, Wolfgang Hohlmeier (Weiden-Neustadt) und Matthias König (Windischeschenbach).
Sie berichteten von zahlreichen Einsätzen bei öffentlichen Veranstaltungen, Jubiläen und Gottesdiensten, mit denen die Bläser die Jagdkultur in der Region repräsentierten.
Als neuen Schießobmann stellte Vorsitzender Dittrich Roland Helm vor.
Finanziell steht der Verein auf soliden Beinen, wie Schatzmeister Hans Lehner darlegte. Ein wesentlicher Teil der Mittel floss im vergangenen Jahr in die vereinseigene
Immobilie „Hubertus“. Hier wurde der Anbau eines neuen Ausbildungsraums an die Gaststätte erfolgreich abgeschlossen. Durch dieses Bauprojekt schafft die Kreisgruppe
moderne Kapazitäten für die fundierte Schulung des jagdlichen Nachwuchses.
In Vertretung der Kassenprüfer Otto Uhl und Monika Flor bescheinigte Mirko Bertl dem Schatzmeister eine korrekte Buchführung.
Zur jährlichen Pflichthegeschau versammelten sich zahlreiche Jägerinnen und Jäger der BJV-Kreisgruppe Weiden-Neustadt im „Naabtalhaus“ in Oberwildenau. Unter der
Leitung des Vorsitzenden Hans Dittrich bot die Veranstaltung nicht nur den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen zur Analyse der Wildbestände, sondern diente auch als
Plattform für den fachlichen Austausch innerhalb der regionalen Jägerschaft.Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Bläsergruppen WeidenNeustadt und
Windischeschenbach. Vorsitzender Dittrich unterstrich die Bedeutung dieser Tradition, die über das bloße Vorzeigen von Trophäen hinausgeht. Gemäß den bayerischen
Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes erfüllen diese Schauen einen zentralen öffentlichen Auftrag, indem sie über die Arbeit der Jäger und deren
Auswirkungen auf die Natur informieren.
Die Berichte der Hegegemeinschaftsleiter – Hans Lehner (Parkstein), Markus Fichtner (Weiden-Süd/Luhe-Wildenau), Michael Singer (Neustadt/WN),
Dr. Klaus Kothe (Kohlberg) sowie Hans Dittrich (Floß)– zeichneten ein differenziertes Bild des vergangenen Jagdjahres. Aus den Berichten ging hervor, dass die
Schwarzwildstrecke im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen ist. Sorgen bereitet der Jägerschaft die Situation beim Federwild. Dittrich berichtete
von einem massiven Einbruch bei der Entenstrecke. Dies führte der Vorsitzende auf Prädatoren, besonders Fischotter und Mink, zurück, die den Besatz stark
unter Druck setzten. Dittrich schloss die Versammlung mit dem Dank an die Hegegemeinschaftsleiter für ihre Berichte.
Hans Dittrich